Die Schwarzwälder Kuckucksuhr

Die Kuckucksuhr ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt. Sicher wusstet ihr, dass die aus dem Schwarzwald stammt. Doch nicht immer war es die Kuckucksuhr, die von den Schwarzwälder Uhrmachern gefertigt wurde. Sie ist, wie viele erfolgreiche Erfindungen, aus einer Krise hervorgegangen.

Die Anfänge der Uhrindustrie reichen im Schwarzwald bis in das 17. Jahrhundert zurück. Als der Absatz im 19. Jahrhundert zu stocken begann, versammelten sich die Uhrmacher, um neuen Ideen zu sammeln und das Geschäft wieder anzukurbeln. Der Architekturprofessor Friedrich Eisenlohr schließlich hatte die bahnbrechende Idee. Er kombinierte ein Uhrgehäuse in Form eines badischen Bahnwärterhäuschens mit einem Kuckucksruf, wie ihn ein Dresdner Uhrmacher für seine Uhren im 17. Jahrhundert entwickelt hatte.

Was du über die Schwarzwälder Kuckucksuhr wissen musst

Die Schwarzwälder Kuckucksuhr zeichnet sich nicht nur durch ihren Kuckucksruf aus, sondern auch ihr besonderes Gehäuse und das Uhrwerk machen ihren Wert aus. Das Gehäuse in Form eines Häuschens ist üblicherweise mit hübschen Schnitzereien versehen. Im oberen Bereich, im Giebelbereich des Häuschens, ist die Kuckucksuhr mit einer kleinen Klapptür ausgestattet, aus der der Kuckuck zur vollen Stunde herauskommt, um den seinen Rufen nachempfundenen Gong ertönen zu lassen. Den „Ruf“ des Kuckucks erzeugen traditionell Orgelpfeifen in der Uhr, bei manchen Uhren wird er mit einer Flöte erzeugt. Der Vogel selbst, der stündlich aus der Uhr kommt, wird aus Holz geschnitzt und bemalt. Heute jedoch besteht er häufig auch aus Kunststoff. Manchmal wird der Kuckuck von weiteren Figuren, wie anderen Vögeln oder kleinen Tänzern begleitet.

Die Schwarzwälder Kuckucksuhr schnuppert die Luft Amerikas

Ganz klar, dass eine Kuriosität wie die Schwarzwälder Kuckucksuhr und das Schwarzwälder Uhrenhandwerk generell nicht allein im Schwarzwald Bekanntheit erlangten. Als viele Schwarzwälder im 19. Jahrhundert nach Amerika auswandern, nehmen sie die Kenntnisse um das Uhrenhandwerk mit und teilen sie mit den Amerikanern. Doch auch das amerikanische Uhrenhandwerk beeinflusst die Schwarzwälder und so lässt sich auch der Schramberger Erhard Junghans vom amerikanischen Uhrenhandwerk inspirieren. Er beginnt, zusammen mit seinem aus Amerika zurückgekehrten Bruder, Xaver Junghans, Gestelle und Uhrwerk zu stanzen statt zu gießen und kann auf diese Weise Arbeitszeit einsparen. Im Laufe der Zeit stieg das Unternehmen, das später von den Söhnen übernommen wurde, zu einer der wichtigsten Uhrenfabriken Deutschlands auf.

Die Quarzuhr – eine neue Ära bricht an

Die Produktion der Uhren konnte im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung massiv vergrößert werden und die Schwarzwälder Uhren, unter ihnen die Schwarzwälder Kuckucksuhr, wurden in die ganze Welt exportiert. Schlagartig änderte sich die Welt der Uhren und ihrer Herstellung jedoch mit der Erfindung der Quarzuhr. Billiger und genauer ersetzte die elektronische Uhr schlagartig die mechanischen Uhren. Die Schwarzwälder Kuckucksuhr jedoch lebt als Kultobjekt weiter und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Selbst die moderne Kunst bedient sich der Kuckucksuhr, wie die Werke des Street-Art-Künstlers Stefan Strumbel zeigen. Der gebürtige Offenburger nutzt die Traditionsuhr, um sich in seiner Kunst mit dem Thema „Heimat“ auseinanderzusetzen und überzeichnet sie mit grellen Farben und Pop-Art-Elementen.

Unsere Kuckucksuhr-Motive

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